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	<title>T12n Archives - Ciklopea</title>
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	<description>Unsere Lösung ist Ihr Vorteil.</description>
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		<title>Das Vier-Augen-Prinzip in der Sprachindustrie. Wie funktioniert‘s?</title>
		<link>https://ciklopea.com/de/blog-de/uebersetzung/das-vier-augen-prinzip-in-der-sprachindustrie-wie-funktionierts/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ciklopea]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Feb 2020 06:30:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Agile Lokalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Ciklopea]]></category>
		<category><![CDATA[T12n]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jeder seriöse Sprachdienstleister verfügt über ein Qualitätsmanagementsystem, das je nach Projektanforderungen verschiedene Schritte umfassen kann. Diese Qualitätsmanagementsysteme basieren jedoch immer auf den zwei Hauptphasen eines Übersetzungs- / Lokalisierungsprojekts – der <strong>Übersetzung </strong>und der <strong>Revision </strong>(auch bekannt als <strong>zweisprachiges Lektorat</strong>), die von zwei einzelnen Linguisten oder einem Team durchgeführt werden.<u></u><u></u></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das <em>Vier-Augen-Prinzip (oder die <em>Zwei-Personen-Regel</em>) bezieht sich wie in anderen Branchen auch in der Sprachindustrie auf die Bestätigung einer Handlung durch (mindestens) zwei Personen – nicht weniger als zwei professionelle Linguisten schauen sich alle übersetzten/lokalisierten Materialien vor der Lieferung des Projekts an den Kunden an.</em></p>
<h2>Was ist der Sinn der sprachlichen Revision?</h2>
<p>Sämtliche Übersetzungen werden von Menschen – professionellen Linguisten – getätigt, und da sie nur Menschen sind, kann auch den Besten mal ein Fehler unterlaufen. Knappe Fristen und große Mengen fordern ihren Tribut, was zu gelegentlichen Tippfehlern und Mangel an Konzentration führt; oft helfen schlechte Ausgangstexte auch nicht weiter. Wenn man die speziellen technischen, terminologischen und anderen Aspekte eines Projekts (die vollständig mit den Standardregeln der Zielsprache übereinstimmen oder auch nicht) hinzufügt, kommt man sehr schnell zum Schluss, das professionelles Übersetzen keine leichte Arbeit ist.</p>
<p><strong>Sprachliche Revision </strong>ist die Qualitätskontrolle einer rohen Übersetzung, die ein zweiter Linguist durchführt. Seine Arbeit kann <em>einigermaßen</em> weniger anstrengend sein, da er oder sie den Text nicht von vorne übersetzen muss – trotzdem bringt die Revision schlechter Übersetzungen oft den meisten Stress in der Sprachindustrie mit sich.</p>
<p>Diese Kontrolle umfasst die Erkennung und Verbesserung von üblichen sprachlichen Fehlern, wie z. B. Tippfehlern, Fehlübersetzungen, Auslassungen und Inkonsistenzen, sowie die Eignung der übersetzten Materialen für den vereinbarten Zweck, alles unter Beachtung spezifischer Anforderungen des Projekts, der Terminologie und Referenzen.</p>
<p>Der <strong>Stil</strong> ist jedoch nur dann ein Teil der sprachlichen Revision, wenn er vollkommen unpassend ist (<em>z. B. formloser Stil und Umgangssprache bei juristischen oder medizinischen Übersetzungen</em>) und liegt deshalb meistens in der Verantwortung des Übersetzers, da der Stil einen präferentiellen Aspekt darstellt und nicht objektiv bewertet werden kann.</p>
<p>Die Einsetzung eines zweiten Linguisten bedeutet nicht, dass die Übersetzung gleich schlecht ist oder dass man dem Übersetzer nicht vertrauen kann – es handelt sich dabei um eine übliche Praxis in der Industrie, die auf der Annahme beruht, dass zwei Personen mehr sehen können als eine. Dadurch können sie jede erforderliche Handlung unternehmen, bevor es zum Handeln zu spät ist und eine unzulängliche Übersetzung an die Öffentlichkeit geht. Aus diesem Grund muss (üblicherweise ist das auch so) jede Übersetzung zu kommerziellen Zwecken mindestens von einem weiteren Linguisten überprüft werden.</p>
<h2>Revision und LQA-Berichte</h2>
<p>Jeder Sprachdienstleister, der seine Tätigkeit ernst nimmt, benutzt die ein oder andere Form von Berichten zur sprachlichen Revision oder den sog. Qualitätssicherungsprozess (LQA – <em>L</em><i>anguage Quality Assurance</i>), um das Dokumentieren und die Rückverfolgbarkeit aller Phasen für ein geliefertes Dokument sichern zu können.</p>
<p>Diese Berichte zeigen, dass eine Revision oder Qualitätsprüfung (oder beides) durchgeführt wurden, dokumentieren die erkannten und verbesserten Fehler und enthalten normalerweise eine allgemeine Bewertung/Empfehlung, die dem Übersetzer dabei helfen soll, künftig solche Fehler zu vermeiden.</p>
<h2>Die Tools</h2>
<p>Je nach Art des Projekts und dem Zweck sowie dem Format der übersetzten Materialien, werden unterschiedliche Tools für die sprachliche Revision eingesetzt. Zu den häufigsten gehören Rechtschreibprüfungen (integriert in Texteditoren und CAT-Tools), Nachverfolgen von Änderungen, Sprachqualität und Bearbeiten von Berichten (Berichte, aus denen hervorgeht, wie viel Arbeit an einem Projekt während der Sprachrevisionsphase geleistet wurde).</p>
<h2>Noch ein weiteres Paar Augen?</h2>
<p>Es ist nicht selten, dass ein dritter Linguist gebeten wird, die überarbeiteten Materialien Korrektur zu lesen und diese zu überprüfen, nachdem sie technisch bearbeitet wurden (z. B. nach dem DTP-Prozess), oder dass diese vor der endgültigen Lieferung zur letzten Prüfung an den Übersetzer und Lektor geschickt werden.</p>
<p>Dieser Prozess mit der Vorabversion kann den Linguisten einen besseren Einblick und mehr Informationen über eventuelle Problemstellen, die man sonst nicht bemerkt hätte, schenken.</p>
<h2>Zusammenfassung</h2>
<p>Übersetzung und Lokalisierung sind größtenteils automatisierte und computerunterstützte Prozesse; trotzdem werden sie von Menschen ausgeführt und Menschen <em>können</em> Fehler machen. Qualitätssicherungsprozesse wurden entwickelt (und werden kontinuierlich verbessert), um menschliche Fehler zu beseitigen. Durch die Verwendung dieser Prozesse erhält der Kunde die übersetzten / lokalisierten Materialien, die von mindestens zwei professionellen Linguisten geprüft wurden.</p>
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		<title>Reine Transkreation: Eine neue Möglichkeit für immersive Lokalisierung</title>
		<link>https://ciklopea.com/de/blog-de/lokalisierung/reine-transkreation-eine-neue-moeglichkeit-fuer-immersive-lokalisierung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ciklopea]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Nov 2019 10:19:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Lokalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Ciklopea]]></category>
		<category><![CDATA[T12n]]></category>
		<category><![CDATA[Transkreation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><span lang="DE">Lokalisierung ist mehr als nur Übersetzung. Wahrscheinlich haben Sie es oft genug gehört – wir haben es oft genug gesagt. Doch was bedeutet das etwas Mehr eigentlich? Die Phasen der Lokalisierung sind viel umfangreicher und komplexer, als es die gute alte Übersetzung ist – Lokalisierung ist mehr als Übersetzung, da das Material in der Zielsprache, -kultur und dem Zielmarkt gleichwertig (oder zumindest vergleichbar) angepasst werden muss.<u></u><u></u></span></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei Übersetzungen ist es akzeptabel, dass man <em>einigermaßen </em>weiß, dass diese übersetzt wurden, weil niemand so tun muss als ob es anders wäre – man kann, zum Beispiel, Shakespeares Werk auf Deutsch lesen und dabei wissen, dass es ursprünglich nicht auf Deutsch geschrieben wurde, d. h. Sie erleben ein übersetztes Kunstwerk und erhalten zusätzliche Kontextinformationen in Fußnoten / Anhängen, die die nicht übersetzbaren oder in gewisser Weise übersetzbaren Aspekte verdeutlichen. Im Gegensatz zur Übersetzung ist der eigentliche Zweck der Lokalisierung die Bereitstellung einer reibungslosen Benutzererfahrung, die nicht von der Verwendung eines Produkts / einer Dienstleistung im Zielmarktumfeld zu unterscheiden ist.</p>
<p><b>Anders gesagt – Lokalisierung duldet keine Fußnoten und zusätzliche Erklärungen. Und auch keine seltsamen, unklaren und unbestimmten Phrasen. Kommt eines davon in lokalisierten Materialien vor, handelt es sich dabei um eine gescheiterte Lokalisierung.</b></p>
<p>Dennoch kommen solche Fehler vor und Lokalisierungsteams kämpfen oft damit, die passenden Ausdrücke in der Zielsprache in einem speziellen Kontext zu finden. Warum?</p>
<h2>Kampf um digitale Aufmerksamkeit</h2>
<p>Unsere Leben sind ausgeprägt digital (und werden es immer mehr). Wir sind von textuellen und visuellen Informationen umgeben. Unsere Tage sind überfüllt mit Texten und Bildern, die zu Hause, bei der Arbeit und in der Freizeit vor unseren Augen aufblitzen. Diejenigen, die die Inhalte kreieren, kämpfen um unsere Aufmerksamkeit, indem sie ihre Zeit und Energie in die Entwicklung von griffigen Formulierungen, stilisierten Grafiken und intuitiven Benutzeroberflächen investieren. Diese müssen so viele Informationen wie möglich in möglichst wenig Text übermitteln.</p>
<p>Die Lokalisierung muss all diese Aspekte ihrer Zielkultur anpassen – die Wahrheit ist aber, dass nicht jede Sprache/Kultur gleichermaßen passend dafür ist.</p>
<h2>Ausgangssprachliche Beschränkungen</h2>
<p>Da die meisten Ausgangsmaterialien auf Englisch verfasst werden und man sie danach in andere Sprachen übersetzt/lokalisiert, wird eine ziemlich große Beschränkung als hindernder Faktor für vollständige Lokalisierung übersehen – die eigentliche Natur der englischen Sprache.</p>
<p>Jeder Sprachwissenschaftler kann bestätigen, dass die vereinfachte Flexion (d. h. fehlende Kasus- und Genusendungen) oder die possessiven Nominalphrasen im Englischen, obwohl sie an sich großartige Merkmale sind und Fremdsprachenlernenden das Leben vereinfachen, oft Albträume bei denen, die am Lokalisierungsprozess beteiligt sind, hervorrufen.</p>
<p>Auf Englisch kann man vieles mit wenigen Worten sagen, wobei die Morphologie anderer Sprachen strenger ist und die Syntax eine größere Wortmenge fordert, um dieselben Informationen zu übertragen und noch mehr Worte braucht, um einen spezifischen Ton zu treffen sowie den gewünschten Effekt zu erzielen. Was kann man da machen?</p>
<h2>Die Einführung von Transkreation</h2>
<p>Die kreative Übersetzung oder <b><i>Transkreation</i></b> ist der Prozess der Anpassung eines bestimmten <em>Tons</em>, <em>Stils</em> und des <em>Rhythmus</em> des Ausgangstextes an die Zielkultur. Der Hauptfokus dabei ist die Hervorrufung des gleichen Effekts, den der Originaltext überträgt, und nicht die Wiedergabe der eigentlichen Bedeutung.</p>
<p>Transkreation kommt oft bei der Lokalisierung von Marketingmaterial zum Einsatz, meistens bei Werbeslogans und <i>Taglines</i>, man kann sie aber auch für etwas mehr als nur das benutzen. Stellen wir uns nur kurz vor, dass das Wesen des Lokalisierungsprozesses nicht die Übersetzung, sondern die Transkreation ist.</p>
<p>Dies würde bedeuten, dass die Lokalisierungsteams anstelle des Ausgangstextes, Anweisungen, Bilder, die App, oder das Produkt, für das der Text lokalisiert wird, wie auch die Informationen zum Zielpublikum und dem gewünschten Effekt der lokalisierten Materialien, erhalten.</p>
<blockquote><p>Tatsächlich wäre die Hauptaufgabe des Lokalisierungsteams, das Ausgangsmaterial in der Zielkultur <em>wiederzugeben</em>, anstatt sie nur <em>anzupassen</em>.</p></blockquote>
<p>Dieser Ansatz wäre natürlich nicht die richtige Lösung für Materialien, bei denen die Bedeutung des Ausgangstextes äußerst wichtig ist (man kann es vollkommen vergessen, wenn es auf Texte aus den Gebieten der Medizin, Pharmazeutik oder Technik ankommt), aber es könnte eventuell die genau richtige Lokalisierungsstrategie für <a href="https://ciklopea.com/de/loesungen/it-und-software-lokalisierung/">Software</a>, <a href="https://ciklopea.com/de/loesungen/it-und-software-lokalisierung/computerspiele-lokalisierung/">Spiele</a> und Marketingmaterialien sein, d. h. für alle Lokalisierungsprojekte, dessen Endziel eine immersive Benutzererfahrung ist, die man als <b>lokal, nicht lokalisiert </b>beschreiben kann.</p>
<p>Dies erfordert ein bisschen Mut, wir sind aber fest davon überzeugt, beruhend auf allem, was wir bisher gelernt haben, dass dieser Ansatz der Weg in eine Zukunft mit weniger Kopfschmerzen und mehr Erfolg ist.</p>
<p>The post <a href="https://ciklopea.com/de/blog-de/lokalisierung/reine-transkreation-eine-neue-moeglichkeit-fuer-immersive-lokalisierung/">Reine Transkreation: Eine neue Möglichkeit für immersive Lokalisierung</a> appeared first on <a href="https://ciklopea.com/de/">Ciklopea</a>.</p>
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